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Verstanden
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Matthias Heuser

Wettbewerb zur Familienfreundlichkeit in Krefeld

Für Beschäftigte ist Erfolg im Job nicht mehr alles. Im Gleichklang zur Karriere steht zunehmend die persönliche „Work-Life-Balance“. Dieser Trend lässt das Thema Familienfreundlichkeit bei Unternehmen im Kampf um gute Fachkräfte zu einem wichtigen Faktor werden.

Das ins Bewusstsein der Krefelder Unternehmen zu heben, ist auch Anliegen unseres Wettbewerbs. Nach 2015 und 2017 wurde nun zum dritten Mal der Titel im Rahmen des Wettbewerbs „Familienfreundlichstes Unternehmen in Krefeld“ vergeben. Teilnehmen konnten Krefelder Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten in der Kategorie „Kleinunternehmen“ und mit 51 bis 500 Beschäftigten in der Kategorie „Mittelstand“.

Wir wollen Erfolgsgeschichten öffentlich machen und zeigen, dass Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen von Familienfreundlichkeit profitieren. Je flexibler und besser die Unterstützung der Betriebe, umso mehr haben Beschäftigte den Kopf für die Arbeit frei.
Familienfreundlichkeit richtet sich dabei nicht nur an jüngere Menschen, sondern unterstützt in allen Lebenslagen.

Die Preisträger der letzten Wettbewerbe

Mitmachen lohnt sich – nehmen Sie 2022 wieder teil!

Die Sparkasse Krefeld und die SWK Stadtwerke Krefeld AG loben wieder für die drei bestplatzierten Unternehmen in beiden Kategorien ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro aus. Die Prämierung der Gewinner und Gewinnerinnen ist für Ende 2022 vorgesehen und wird erneut im Rahmen einer Veranstaltung der Wirtschaftsförderung Krefeld stattfinden.

Teilnehmen können Betriebe mit Standort in Krefeld und einer Betriebsgröße bis maximal 500 Beschäftigte, die bereits jetzt Familienfreundlichkeit praktizieren.

Kategorien:

  • bis 50 Beschäftigte in der Kategorie „Kleinunternehmen“ und
  • mehr als 50 bis 500 Beschäftigte in der Kategorie „Mittelstand“

Die Sponsoren – Sparkasse Krefeld und SWK Stadtwerke Krefeld

Ein Doppel-Interview mit Kerstin Abraham und Dr. Birgit Roos

SWK und Sparkasse Krefeld haben sich gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und anderen Unternehmen zum Krefelder Netzwerk Wirtschaft & Familie zusammengeschlossen. Es geht um Wissenstransfer, Ideen und Synergien. Darum, gemeinsam bessere Bedingungen zu schaffen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Letztendlich, so das Credo, sind attraktive Bedingungen in Krefelder Unternehmen auch ein Versprechen an den Wirtschaftsstandort. So sehen es SWK-Vorstandsmitglied Kerstin Abraham und Sparkassen-Chefin Dr. Birgit Roos. Im Interview erklären sie, warum diese Entwicklung für Krefeld alternativlos ist.

Nicht wenige Wirtschaftsexperten sehen in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf den Schlüssel für erfolgreiche Unternehmen: Warum gleicht heute einer Gralssuche, was vor 30 Jahren noch niemanden interessiert hat?

Kerstin Abraham: Das Thema Arbeitgeberattraktivität hat heute in der Tat viel mehr Facetten als noch vor einigen Jahren. Und dazu gehört unbedingt das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In Deutschland haben sich die traditionellen Rollen – der Mann sorgt für das Geld und die Frau für ihn, Haus und Kinder – aufgelöst.

Birgit Roos: Heute arbeiten auch Männer in Teilzeit und sie trauen sich, den Wunsch danach zu formulieren. Was früher mit Vorurteilen behaftet war, ist längst in der Lebenswirklichkeit junger Familien angekommen. Und in der etlicher Arbeitgeber. Wir haben bei uns 2017 einen ersten Workshop zu diesem Thema explizit für junge Männer angeboten. Da hat sich niemand versteckt.

Und abgesehen von den Geschlechterrollen?

Kerstin Abraham: Die Arbeitswelt ist deutlich dynamischer, zeit- und ortsunabhängiger geworden und bietet neue Chancen bei der Arbeitsorganisation. Zudem steigt die Lebenserwartung kontinuierlich:  Menschen um die 50 stehen vor der gewaltigen Aufgabe, zum einen die Geschwindigkeit der Veränderungsnotwendigkeit im Beruf zu meistern und dabei an die eigene Rente zu denken. Zum anderen, sich um Eltern oder Schwiegereltern zu kümmern. Dem müssen wir als Unternehmen Rechnung tragen.

Im ureigensten Interesse.

Birgit Roos: So ist es. Und das Rezept ist so traditionell wie modern: Zufriedene Kolleginnen und Kollegen sind loyal, leistungsfähig und haben ein entsprechendes Auftreten. Gerade wir Dienstleister leben von der Persönlichkeit unserer Mitarbeiter. Diese Persönlichkeit wirkt auf die Kunden und beeinflusst letztendlich den Erfolg. Wir können dafür die Voraussetzungen schaffen – unter anderem mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das ist längst nicht mehr „nice to have“, sondern im Ringen um die besten Köpfe ein strategisches Ziel. Und: Wer seine Mitarbeiter kennt, kennt seine Kunden.

Wie meinen Sie das?

Birgit Roos: Nun, unsere Belegschaft ist ein Querschnitt der Gesellschaft. Kulturell und sozial, mit denselben Nöten, Ansprüchen, Bedürfnissen. Und ich denke, in diesem Fall kann ich getrost für die Stadtwerke mitsprechen.

Wo haben Sie in Ihren Unternehmen bislang den Hebel ansetzen können?

Kerstin Abraham: Jetzt spreche ich für beide. Wir haben zum Beispiel gemeinsam einen Partner gefunden, der unsere Kolleginnen und Kollegen in schwierigen Lebenslagen auffängt oder präventiv berät.  Der Familienservice unseres Dienstleisters bietet Lebenslagencoaching, kurzfristige Kinderbetreuung oder Ferienbetreuung und ein umfangreiches Beratungs- und Hilfepaket zum Thema „Pflege von Angehörigen“. Wir lassen unsere Leute nicht allein, der Service ist sehr gefragt.

Und in der Arbeitspraxis?

Kerstin Abraham: Da bietet die SWK dutzende unterschiedliche Arbeitszeitmodelle in Voll- und Teilzeit. Hinzu kommen Werkzeuge wie Home-Office oder mobiles Arbeiten, wir entwickeln uns ständig weiter. Und das Thema Führung in Teilzeit oder auch Ausbildung in Teilzeit hat auch bei uns noch Potenzial.

Birgit Roos: Das stimmt zu 100 Prozent. Für uns ist die beidseitige Flexibilität ein Schlüssel. Natürlich bieten wir Teilzeitlösungen an, aber nicht jeder kann zum Beispiel nur vormittags kommen. Die Balance ist wichtig. Die flexible Arbeitszeit lässt extrem viel zu. Im Bewusstsein der Führungskräfte muss die Bedeutung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf fest verankert sein. Wir schulen das aktiv.

Treibt Sie eigene Erfahrung oder professionelle Notwendigkeit dabei an?

Kerstin Abraham: Ich denke, beides ist richtig. Als Frau im Management und Mutter eines Sohnes kenne ich vieles aus eigener Erfahrung und bei aller Digitalisierung und Automatisierung bin ich fest davon überzeugt, dass zufriedene und motivierte Mitarbeiter auch morgen der wesentliche Erfolgsfaktor sind, um in einem Dienstleistungsunternehmen wie SWK oder Sparkasse tolle Erlebnisse für unsere Kunden zu schaffen.

Welche Bedeutung kommt bei diesem Engagement dem Netzwerk Wirtschaft und Familie zu?

Kerstin Abraham: Dieses Netzwerk ist wertvoll, da sich Krefelds Stakeholder gemeinsam für einen attraktiven Wirtschaftsraum Krefeld einsetzen, in dem die begehrten Fachkräfte nicht nur tolle Arbeitsplätze vorfinden, sondern der auch von seiner Wohn- und Freizeitqualität anziehend ist. In dem Netzwerk bündeln wir unsere Erfahrungen und Ideen, lernen voneinander.

Birgit Roos: Das Netzwerk ist einfach eine gute Idee und es wird wahrgenommen. Bei unseren ersten beiden Veranstaltungen „Wirtschaft um Vier“ bei uns und bei der SWK ging es um Themen wie das Teilzeitbefristungsgesetz oder den „Betrieblichen Pflegekoffer“. Wir hatten zuletzt über 80 Anmeldungen von Vertretern aus Krefelder Unternehmen. Das ist ein super Anfang. Ich würde mich darum auch sehr über ein wenig Dynamik von neuen Mitstreitern freuen, im Sinne unseres Wirtschaftsstandorts.

Ricarda Stamms

Krefelder Netzwerk Wirtschaft & Familie

Tel.: 02151 82074-17

ricarda.stamms@krefeld-business.de

Email:
ricarda.stamms@
wfg-krefeld.de
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+49 2151 82074-17
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