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Weibliche Rollenbilder gestern und heute, Copyright Andreas Willems

„art meets business“ – neue Reihe der Kunstmuseen Krefeld in Kooperation mit brands for talents

Im Rahmen der Ausstellung „Ola Vasiljeva // Der Werkbund. Haus der F.“ bieten die Kunstmuseen Krefeld am Samstag, den 11. Mai 2019 von 11 – 14 Uhr erstmals einen Workshop zur beruflichen Orientierung an. Das Angebot in der neuen Reihe „art meets business“ ist für weibliche Fach- und Führungskräfte gedacht, die ihre Rolle im Spannungsfeld von Karriere und Familie kreativ definieren wollen. Die Teilnehmerinnen erwartet geballte kunsthistorische Kompetenz verbunden mit preisgekrönter Expertise in der Beratung von Frauen zur beruflichen Rollendefinition. An eine Führung durch die Ausstellung mit dem Museumspädagogen Thomas Janzen schließt sich ein Vortrags-Modul zur beruflichen Orientierung an, der von den beiden „Rollenentdeckerinnen“ Ina Claßen und Karoline Iwersen des Beratungsunternehmens brands for talents geleitet wird.

„Die Ausstellung ‚Ola Vasiljeva // Der Werkbund. Haus F.‘ bietet reichlich Ausgangsmaterial für eine Reflexion über die beruflichen Wege von Unternehmerinnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die noch heute aktuell sind“, freut sich Museumsdirektorin Katia Baudin, „denn sie zeigt, wie die Gestalterinnen im Umfeld des Werkbunds Anfang des 20. Jahrhunderts neue Möglichkeiten suchten, um sich gegenüber der damals noch übermächtigen männlichen Dominanz durchzusetzen.“ Die Künstlerin Ola Vasiljeva (geb. 1981 in Lettland, lebt in Den Haag) thematisiert für den Sammlungssatelliten #3 die Position weiblicher Designer*innen im Deutschen Werkbund. Als Ausgangspunkt dienten ihr die Bestände des Deutschen Museums für Kunst in Handel und Gewerbe – einer herausragenden Mustersammlung des Deutschen Werkbunds, die seit 1923 zur Sammlung der Kunstmuseen Krefeld gehört. 1909 gründete Karl Ernst Osthaus dieses mobile Vorbild-Museum mit einzigartigen Arbeiten zur Förderung der Zusammenarbeit von Kunst, Industrie und Handwerk. Es bildet damit eine Vorstufe zu dem 1919 gegründeten Bauhaus. Als Reaktion auf massive Kritik der männlichen Kollegen konzipierte eine Gruppe von Designerinnen auf der Deutschen Werkbund-ausstellung in Köln 1914 das Haus der Frau*: geradlinig und nüchtern. Inspiriert davon hat Vasiljeva eine raumgreifende Installation realisiert, in der die Grenzen zwischen männlich und weiblich fließend sind. Hier knüpfen die beiden „Rollenentdeckerinnen“ Ina Claßen und Karoline Iwersen an, um auf die aktuelle Situation der Teilnehmerinnen überzuleiten. Sie berichten über Wege der eigenen persönlichen Rollendefinition im Kontext Karriere und Familie in der Phase der Familiengründung bzw. -erweiterung und sehen dabei von Geschlechter-Stereotypen ab. Die Teilnehmerinnen gewinnen das Vertrauen in ihre eigene Rolle und steigern ihre Selbstsicherheit in der Umsetzung. So ausgerüstet können die Frauen schließlich ein eigenes Rollenbild entwerfen, das sie auf ihrem persönlichen Weg zwischen beruflichen und privaten Anforderungen begleitet.

Der Sammlungssatellit #3 Ola Vasiljeva wird gefördert durch Mondriaan Fund und Niederländische Botschaft.
Die Stiftung der Sparda-Bank West ist Partner der Reihe Sammlungssatelliten.

Ort: Kaiser Wilhelm Museum
Datum: Samstag, 11. Mai 2019
Uhrzeit: 1 bis 14 Uhr

 

 

Email:
kristina.freiwald@
wfg-krefeld.de
Tel:
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Adresse:
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